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TOP-NEWS aus der Welt

des Pferdesports

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1683 1 8925x klIn der Alpenrepublik ist es nun schon seit 14 Jahren Tradition, dass am 26. Oktober, dem Österreichischen Staatsfeiertag, zum alljährlichen Freispringchampionat geladen wird.

 

 

 

Die Organisation hat wiederum das heimische Züchterduo Christian Großholzner und Wolfgang Stürzlinger übernommen und für eine gelungene Veranstaltung mit viel positiver Resonanz gesorgt. Nicht nur weil die Anlage des Pferdezentrums in Stadl-Paura an sich einen schönen Rahmen und Präsentationsfläche bietet – im Jahr der Landesausstellung zum Thema „Mensch & Pferd. Kult und Leidenschaft“ ganz  besonders –, sondern auch weil es heuer eine interessante Erneuerung gab: Man hat modernere Wege eingeschlagen und erstmalig auch österreichischen Züchtern, die ihre Pferde nicht mit A-Brand versehen, die Möglichkeit gegeben, sie bei voller Kulisse in der Stadlinger Halle zu präsentieren und in der eigenen Abteilung Champions zu küren. Ein Aufschrei auf der einen und Zustimmung für die innovative Idee auf der anderen Seite. Aufgrund der sinkenden Belegungen und der Tatsache, dass viele namhafte Züchter mit hochtalentierter Nachzucht – aus welchen Gründen auch immer – andere Verbände wählen, hatte man sich für diesen Schritt entschieden.

„Die Idee habe ich sehr gut gefunden und war meiner Meinung nach auch ein wichtiger Schritt. Nicht nur weil uns die Plattform geboten wurde und wir beim Championat teilnehmen durften, sondern auch weil die österreichischen Züchter einen Vergleich hatten. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir kommen durften und fühlten uns auch willkommen. Und mit Sicherheit werden wir überlegen, ob wir zukünftig wieder zurück zum österreichischen Zuchtverband gehen und einen Teil unserer Pferde österreichisch brennen.“, meint Otto Kriegler, der die eigene Abteilung der ausländischen Pferde dominiert hatte und man in erster Linie als „Holsteiner-Pferdebesitzer“ kennt. Durchwegs kritisch betrachtet er die internen, starr verflochtenen Verbandsstrukturen Österreichs: „Wir hätten in Österreich viele kompetente Leute, die motiviert wären und neue Wege einschlagen würden, aber keine Chance bekommen. Man sollte für Reformen offen sein.“

Das Lot des diesjährigen Championats mit knapp 60 Pferden, Haflingern und Ponys konnte sich sehen lassen und brachte würdige Sieger in den drei Altersklassen der zwei-, drei- und vierjährigen Youngsters hervor. Auffällig war heuer, dass sich die Pferde durch die Bank ehrgeizig präsentierten und sehr willig gesprungen sind.

Für die Beurteilung wurden zwei fachkundige Jurymitglieder gefunden: Zum einen der mehrfache Staatsmeister, Olympiareiter und Bundesreferent für den Nachwuchs Anton Martin Bauer. Und zum anderen Neel-Heinrich Schoof, dem Züchter von Otto Beckers Olympiasiegerpferd Dobel´s Cento und Zucht- und Geschäftsleitungsassistenten des Trakehner Verbandes, der einen überaus interessanten Vortrag über die Komplexe Thematik "Neue Zuchtmethoden nutzen - Zuchtfortschritt realisieren" hielt und allen Zuhörern die in Österreich noch relativ wenig eingesetzte Methode des Embryotransfers aufzeigte. Fazit: Die Entwicklung lässt sich nicht aufhalten

Bei den Vierjährigen strahlte Dessa (Z.: Leopold Kalteis, Waizenkirchen; B.: Bernhard Haring, Plainfeld) an der Spitze. Die mit Temperament und genügend Leistungsblut ausgestattete Tochter des Chopin-Lutz-Wind imponierte mit ihrem Interieur und enormer Sprungkraft und beeindruckte mit einer makellosen Vorhandtechnik und schnellen Reflexen. Sie punktete bei der Technik und dem Vermögen mit den Höchstnoten von 9,00 und 9,10. Im Gesamteindruck gab es eine 8,50 und ein errechnetes Gesamtergebnis von 8,87 Punkten. Reservesiegerin wurde die von Toni Gassler (Telfs) gezogene Camparino-Chacco-Blue-Tochter Whitney (9,00/8,60/8,70//8,77). Mit 8,73 Gesamtpunkten (8,80/8,80/8,60) Cindy von Coeur de Nobless-Lavaletto (Z. & B.: Anton Resch, Steyr-Gleink).

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Dessa (c) TEAM myrtill

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Whitney (c) TEAM myrtill

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Cindy (c) TEAM myrtill

 

Vom restlichen Teilnehmerfeld der Dreijährigen hob sich Galaxy PZW ab, die mit  8,93 Punkten (8,80/9,00/9,00) klar zur Titelgewinnerin prämiert wurde. Sie stammt aus der Zucht von Andreas Wessely (Horitschon) und hat den überlegenen HLP-Sieger Alibi zum Vater. Mütterlicherseits geht sie auf die Fire van de Heffinck-Tochter Grace Kelly PZW zurück, die erste selbstgezüchtete Stute von Andreas Wessely. Den zweiten Endrang teilten sich mit  8,57 Punkten Cool Man und Cuvée el P. Ersterer geht auf Cyrell-Aloube Z zurück und steht im Besitz der Züchter Siegmund/Elisabeth Hutter (Rauris). Ex aequo am Podium landete die bildhübsche Comme il faut-Tochter von Lorenz Preisinger (Gols) aus einer Almox Prints J-Tochter.

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Galaxy PZW (c) TEAM myrtill

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Cool Man (c) TEAM myrtill

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Cuveé el. P. (c) TEAM myrtill

 

Hochmodernes Springblut trägt die zweijährige Championesse Clara KES (Z. & B.: Anna Maria Blaschek, Bürmoos) mit Vater Chap II und einer Carolus I-Coronado-Mutter. Die Schimmelstute spielte sich mit den Abmessungen in der Freispringgasse und wurde in allen drei Teilbereichen mit 8,30 Punkten bewertet. Knapp ging es auf den hinteren Rängen weiter: Mit 8,27 Punkten (8,30/8,20/8,30) platzierte sich Samu von Pachern – wie der Name verrät ein Zuchtprodukt aus dem Hause Zuchi (Oberwölz) – am zweiten Rang. Der sprunggewaltige Hengst ist ein imposanter Nachkomme des Stationär und Ahorn. Drittplatziert war mit 8,23 Punkten (8,20/8,30/8,20) die von Josef Rettenwender (Saalfelden) gezogene Beaujolie nach Contiki und Castellini.

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Clara KES (c) TEAM myrtill

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Samu von Pachern (c) TEAM myrtill

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Beaujolie (c) TEAM myrtill

 

 

Mehr Infos:
www.facebook.com/freispringchampionat

 

 

 

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