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TOP-NEWS aus der Welt

des Pferdesports

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Wenn man Bianca Babanitz nach ihren Pferden fragt, dann kommt die 27-jährige Berufsreiterin und staatlich geprüfte Reittrainerin gar nicht mehr aus dem Strahlen heraus. Jeden einzelnen ihrer treuen Weggefährten beschreibt sie mit unvergleichlicher Begeisterung und enormer Hingabe.

 

 

 

Besonders angetan hat es ihr natürlich die erst sieben Jahre junge Centina Cat, die mit ihren gerade mal 1,52 Meter mit einem ganz besonderen Kämpferherz ausgestattet ist.

Das hat die aus dem Zuchtgebiet Oldenburg stammende Centadel-Zandor Z-Voltaire-Tochter in ihrer noch jungen Karriere schon mehrfach bewiesen und konnte jüngst mit den famosen Runden im Rahmen der Arena Nova-Serie für Furore sorgen: In allen sechs gestarteten Prüfungen platziert, davon dreimal siegreich. Und um der Erfolgsstory die Krone aufzusetzen, gingen beide Finalspringen gegen sechs- und siebenjährige Kontrahenten an das rot-weiß-rote Duo, das vom Anreiten weg über die ersten gemeinsamen Turnierstarts eine starke Einheit bildet.

Am Weg zur Anlage von Bianca Babanitz fährt man direkt an den Koppeln vorbei. Man hat einen wunderschönen Ausblick auf den Neusiedler See und ist inmitten von herrlich grünen Wiesen und Wälder. Auf den Koppeln steht auch eine kleine, fast unscheinbare Fuchsstute mit drei weißen Füßen und einer kecken Blesse auf der Nase. Sie lässt sich die Sonne auf den Rücken scheinen und grast zufrieden vor sich hin. Dabei könnte man doch glatt vergessen, dass sie erst vor wenigen Tagen hochgejubelte Finalsiegerin war und das sogar zweimal in Folge. So ein Erfolg kommt nicht von ungefähr. Es bedarf doch dem notwendigen Potential des Pferdes, einer soliden Grundausbildung und nicht zuletzt auch der starken Bindung zum Reiter. Und diese Beziehung hat Bianca Babanitz aufbauen können. Wie sehr die Stute ihre Reiterin schätzt, zeigt sie nicht nur jedes Mal aufs Neue im Parcours, sondern demonstriert sie auch beim alltäglichen Ritual, wenn sie von der Koppel geholt wird: Hier genügt ein kleiner Zuruf von Bianca, die Stute spitzt die Ohren, wiehert ihr zu und galoppiert ihr schon voller Freude entgegen. Kein Wunder, denn die beiden sind schon seit einigen Jahren ein Team und gingen von Beginn an einen gemeinsamen Weg.

 


Ein starkes Team: Bianca Babanitz & Centina Cat


Am liebsten ist die . . . 


. . . Fuchsstute auf ihrer Koppel . . .


. . . in Purbach am Neusiedler See



Ende Zweijährig hatte Bianca Babanitz Centina Cat in der Freispringgasse gesehen und sie unter 50 angeschauten Pferden ausgesucht. Gemeinsam mit Ugo Pisani (Fa. Equita) ging die schicke Fuchsstute zur Hälfte in ihren Besitz über. Dreijährig wurde sie auf der Anlage in Purbach angeritten, bevor dann ein Jahr später die ersten nationalen Turniere folgten. Centina Cat konnte bereits im zarten Alter von vier Jahren mit einer unheimlichen Springmanier auffallen und zeigte sich von Beginn an ihrer Turnierkarriere geschickt an den Hindernissen und überaus fotogen. Mit fünf Jahren startete dann der Sprung auf die internationale Bühne, wo sie nicht nur mehrere Platzierungen und Siege in ihrer persönlichen Erfolgsliste aufzählen konnte, sondern auch den famosen Finalsieg beim Zwei-Sterne-Event in der Lake Arena.

 


Die vierjährige Centina Cat bei einem ihrer ersten Turniere

 

Sechsjährig gelang der mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten Stute ohne Probleme der Schritt in die höhere Klasse und so brillierte sie des Öfteren in Standardspringen gegen die große Konkurrenz auf internationalem Niveau. Sowohl bei den Freiluftturnieren als auch bei den Hallenevents konnte die geniale Paarung Bianca Babanitz & Centina Cat ihre Klasse ausspielen und sich als Finalsieger feiern lassen.

 


Mit zwei Jahren wechselte die Centadel-Tochter in den Stall von Bianca


In ihrer Laufbahn konnten sie schon . . .


. . . einige Schleifen und Pokale gewinnen


Auszeit auf der Koppel gibt´s jeden Tag


Bianca holte mehrere Landesmeistertitel


Toller Ausblick direkt auf den Neusiedler See - den genießt auch Centina Cat



Highlight war bis dato – so viel steht außer Frage – die Formkurve in der Arena Nova, wo sie mit Sicherheit ihre wohl schwersten aber gleichzeitig auch besten Runden ablieferten: „Nach der Parcoursbesichtung beim Drei-Sterne-Turnier war ich mir nicht mehr sicher, ob ich das Finale überhaupt reiten soll. Es war hoch und breit und bis jetzt waren wir noch nie ein so schweres Springen gegangen. Aber ich habe mir gedacht, dass wir unser Bestes geben werden. Nach dem Abreiten hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl. Und nach den ersten beiden Sprüngen im Parcours fühlte es sich an, wie wenn sie das jeden Tag machen würde. Der Grundparcours war vom Feinsten und sie ist gesprungen wie nie zuvor. Ich hatte das Gefühl, wie wenn ihr Potential noch lange nicht aus wäre und sie doch auch für höhere Parcours geboren ist. Immerhin hat sie sich auch gegen die gut aufgestellte internationale Konkurrenz beweisen können und das ist für ihr Alter und ihren Ausbildungsstand schon sehr beachtlich. Im Stechen hat sie dann wirklich für mich gekämpft und hatte den letzten Sprung – so ehrlich muss ich sein – fast alleine lösen müssen. Aber weil sie so vorsichtig ist und keinen Fehler machen will, ist sie geflogen und war weit weg von der Stange. Vorsicht allein macht aber noch kein gutes Pferd aus. Es muss auch das Interieur passen und da muss ich sagen, dass sie wirklich alles richtig macht und kämpft wie keine zweite.“, schwärmt Bianca über ihre Ausnahmestute.

 


Die diesjährige Ausbeute von der Arena Nova


Fünf Siege konnte Bianca nach Hause reiten - davon gingen drei
auf das Konto von Centina Cat


Die imposante Deckensammlung nach zwei hocherfolgreichen Turnierwochen



Das unglaubliche Erfolgsresümee in der Arena Nova hatte die so sympathisch wirkende Berufsreiterin aber nicht nur ihrer Centina Cat zu verdanken, denn auch die anderen Pferde wie Latin, Upgrade´s Son und Ufieno hatten ordentlich auftrumpfen können und neben vielen Platzierungen in den Rahmenbewerben auch den Sieg in der Großen Tour vor Hugo Simon, Platz fünf in der Großen Tour mit dem erst siebenjährigen, selbst ausgebildeten Uprade´s Son und den Finalsieg in der Kleinen Tour beim Drei-Sterne-CSI holen können. Bemerkenswert und wahrlich beachtlich war dennoch die Performance der kleinen Fuchsstute, die nicht nur in allen sechs gegangenen Bewerben platziert war, sondern zudem auch drei Siege einheimste – zwei davon waren im Finale (!!). Es wurde schon treffend gescherzt, dass sie einen Deckenstand eröffnen könnte. Das traf in Wirklichkeit auch zu, denn nicht weniger als fünf Siegerdecken – zwei vom CSI1* und drei vom CSI3* - nahm die Burgendländerin von der Arena Nova mit nach Hause.

 


Da war die Freude groß! Bianca und Centina Cat bei der Ehrenrunde
im Rahmen des CSI3* der Arena Nova (c) Krisztian Buthi


Siegreich in der Großen Tour: Latin zeigte sich motiviert
(c) Krisztian Buthi


Und überzeugte mit einer tollen Art an den Hindernissen
(c) Krisztian Buthi


Nicht minder fotogen war Upgrade´s Son, den Bianca . . .
(c) Krisztian Buthi


. . . auch selbst ausgebildet hat (c) Krisztian Buthi



Wie man zu einem derartigen Lauf kommt? Die Arbeit zu Hause und die Zusammenarbeit mit dem Pferd macht´s aus: „Centina ist eigentlich am liebsten draußen in der Natur. Sie darf – wie meine anderen Pferde auch – täglich aufs Paddock und auf die Koppel und wir gehen auch viel ausreiten ins Gelände. Die Dressurarbeit macht ihr nicht so viel Spaß, muss aber auch hie und da sein. Lieber ist ihr die Arbeit, wo wirklich was dabei herausschaut – wie am Turnier, wo sie ihr Können beweisen kann und wirklich immer alles gibt. Ansonsten strotzt sie vor Selbstvertrauen. Sie weiß genau, dass sie etwas Besonderes ist.“, beschreibt Bianca ihre Stute und führt weiter fort: „Mit ihren 1,52 Meter ist sie nicht gerade groß, aber sie hat auf jeden Fall genügend Galopp und Vermögen. Im Parcours hat man immer das Gefühl, dass man auf einem großen Pferd sitzt, und in der Arena Nova hab schon gespürt, dass wir noch lange nicht am Limit sind.“

Wenn man bedenkt, dass auch Itot du Chateau oder Quick Star mit Abmessungen unter 1,60 Meter nicht zu den Größten zählen bzw. zählten, ist Centina Cat ja unter bester Gesellschaft.

Wir halten dem Duo auf jeden Fall die Daumen und wünschen ihnen viel Glück für die nächsten Einsätze, die sie beim October Festival in der Lake Arena geplant haben.
 


Die Kulisse in Purbach ist herrlich

 

Von Mag. Theresa Deisl (17.10.2014)

 

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