Die ORF-Sendung ,Kulturmontag' hat sich – aus Anlass einer aktuellen Buchveröffentlichung – auch erstmals der Spanischen Hofreitschule und der Lipizzaner als Thema angenommen...
Geschäftsführerin Dkfm. Elisabeth Gürtler hat darin auch zur Kritik am Reitinstitut Stellung genommen.
Das wohl spannendste des gestern gesendeten Beitrags war wohl das Umfeld: Erstmals wurde in einem Kulturformat eine Hintergrundreportage über die Spanische Hofreitschule gezeigt – und das wird manche Kritiker der derzeitigen Geschäftsführung, die eine Übernahme des Instituts in das Kulturministerium fordern, zweifellos gefreut haben.
Inhaltlich gab es nicht wirklich Neues zu sehen: Josef Offenmüller vom ,Freundeskreis der Spanischen Hofreitschule' bekräftigte seine bereits vielerorts vorgebrachte Kritik, dass Kostendruck und Sparzwang sich negativ auf das Qualitätsniveau der Reitkunst ausgewirkt hätten und somit den eigentlichen Unternehmenszweck gefährden würden. Herbe Kritik übte Offenmüller nicht nur am allgemeinen Qualitätsverfall der Reitschule, sondern insbesondere auch am Konzept der ,zweiten Garnitur': „Wenn die zweite Mannschaft schlechter ist als die erste, dann färbt das insgesamt auf die Hofreitschule ab. Wenn ich die Qualität gleich hoch halten möchte, dann haben wir momentan an der Spanischen Hofreitschule nicht die Möglichkeiten, diese gleich gut auszubilden. Die Bereiter sind nicht verdoppelt worden, sondern sogar drei weniger. Ich kann aber nicht doppelt sovilel Pferde mit der gleichen Mannschaft ausbilden, das ist schon von der Logistik her nicht möglich!"
Geschäftsführerin Dkfm. Elisabeth Gürtler verteidigte ihre Maßnahmen – und verwies auf ihre erfolgreiche wirtschaftliche Bilanz. Das Hauptproblem seien laut Gürtler die enormen Kosten, die das Bundesgestüt Piber verursacht: „Wir müssen per Gesetz ein Gestüt unterhalten – und das kostet täglich 10.000,– Euro, die wir zusätzlich zu den Kosten der Hofreitschule in Wien dazuverdienen müssen. Das ist eine sehr, sehr große Aufgabe, bei der nichts schiefgehen darf.“
Den kompletten Beitrag kann man sich ab sofort hier in der ORF-TVthek ansehen
Quelle: Pferdplus

















